Montag, 26.01. 14:15 Uhr: Gedenkminute am Klinikum Nord für den Intensivpfleger Alex Jeffrey Pretti
Das neueste Opfer des staatlichen Terrors durch US-Grenzschutztruppen der ICE in Minneapolis ist ein Krankenpfleger.
Der 37-jährige Alex Jeffrey Pretti hatte den Mut zu versuchen, Menschen vor staatlichen Übergriffen und Deportation zu schützen. Videos zeigen, dass ein Handy seine Waffe war, mit der er der Nationalgarde ICE gegenübertrat, die die US-Regierung unter Präsident Trump zur Durchsetzung ihrer menschenverachtenden Abschiebe-Politik einsetzt. Dafür wurde er niedergeschossen und starb.
Nach allem was wir wissen, war Pretti Teil einer Organisierung, der sich inzwischen viele Menschen angeschlossen haben. Sobald der ICE auftaucht folgen sie den Einsatzkräften, machen Lärm um ihre Nachbarn zu warnen und filmen, um Übergriffe zu verhindern oder zu dokumentieren. Erst am 07. Januar hatte die Ermordung von Renée Good durch den ICE in Minneapolis gezeigt, dass die Solidarität das Leben kosten kann. Sie war ebenfalls „Legal Observer“ (Rechtsbeobachterin).
Trotz der Angst nehmen aber auch die Proteste gegen die unmenschliche Politik und das brutale Vorgehen zu. Am Freitag nahmen 10000ende an einem Generalstreik und an Demonstrationen teil, um gegen die brutale Abschiebepolitik und den Terror zu protestieren.
Am Montag den 26. Januar, um 14:15 rufen wir alle Beschäftigten dazu auf, an einer Gedenkminute vor dem Haupteingang des Klinikum Nürnberg Nord teil zu nehmen. Dort ist eine Kundgebung angemeldet gegen Militarisierung. Wir wollen unsere Anteilnahme ausdrücken für Alex Jeffrey Pretti, Renée Good und die vielen unsichtbaren Opfer des Terrors. Wir möchten Solidarität mit den mutigen Menschen zeigen, die den Kampf gegen Ungerechtigkeit aufgenommen haben.
Bild: Proteste nach dem Mord an Renée Good in Minneapolis
Bildquelle: Chad Davis, CC BY 4.0, Link